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Pontonanlage für die Firma Fenog Nigeria Limited

 

Weltweit befinden sich die Horizontalbohranlagen des Unternehmens Prime Drilling im Einsatz und trotzen dabei täglich den schwierigsten Bedingungen. Dennoch stellte die Arbeit im westafrikanischen Staat Nigeria für die Firma Fenog Nigeria Limited (FNL) eine ganz neue Herausforderung an die HDD-Bohrsysteme aus dem Hause Prime Drilling. Bei der Verlegung von Pipelines für den Transport von Erdöl im Nigerdelta werden Mensch und Maschine immer wieder vor ein großes Problem gestellt: Wie kann die Standfestigkeit der eingesetzten Bohranlagen in einem der größten Sumpfgebiete der Erde sichergestellt und ein Absinken der Maschinen im weichen Untergrund verhindert werden?

 

 

Das Unternehmen Fenog Nigeria Limited nimmt in Nigeria, einem Land mit Exporterlösen und Staatseinnahmen zum größten Teil aus der Erdölforderung, eine herausragende wirtschaftliche Bedeutung ein und ist einer der wichtigsten Arbeitgeber der einheimischen Bevölkerung. Der Hauptsitz von Fenog Nigeria Limited befindet sich in  der Stadt Warri, in der über eine halbe Millionen Menschen beheimatet sind und die auf dem afrikanischen Kontinent als bedeutendes Zentrum für die Förderung und Verladung von Erdöl bekannt ist.

Die ersten Horizontalbohranlagen, die von Unternehmen Prime Drilling an den langjährigen Kunden Fenog geliefert wurden, waren mit einem standardisierten Raupenfahrwerk versehen. Innerhalb des Nigerdeltas wurden die Maschinen mit Hilfe von Bargen zu ihren jeweiligen Einsatzorten transportiert. Die Stellen, an denen die Bohranlagen ihre Arbeit aufnahmen, waren mit Holz unterfüttert und mit Baggermatten ausgelegt. Auf dem weichen Boden konnte auf diese Weise ein schnelles Absacken der Maschinen verhindert werden. Nach einer gewissen Zeit jedoch drohten die tonnenschweren Anlagen auch an den speziell präparierten Bohrplätzen im Sumpf zu versinken.

 

 

Die Designer und Konstrukteure von Prime Drilling, die für ihre kreativen Ideen und Innovationen bekannt sind, entwarfen daraufhin eine Bohranlage, die mit einem extra breiten Raupenfahrwerk ausgestattet wurde. Durch diese Neuerung sollte der Bodendruck vermindert und ein Einsinken der schweren Maschinen im sumpfigen Untergrund verhindert werden. Tatsächlich konnte der Bodendruck um fast die Hälfte verringert werden. Von ehemals 8,7 kn/m² auf 4,7 kn/m². Durch diesen enormen Fortschritt gestaltete sich der Einsatz der Bohranlage im Nigerdelta wesentlich einfacher und effektiver.

 

Trotz des Fortschritts waren die Anlagen beim Wechsel des Bohrstandortes immer noch auf die zusätzliche Hilfe einer Barge angewiesen. Die Mitarbeiter von Prime Drilling forschten daher akribisch an einer Lösung des Problems und entwickelten schließlich eine Bohranlage, die optimal für den Arbeitseinsatz in den Sumpfgebieten auf der ganzen Welt gerüstet ist. Die auf den Baustellen im Nigerdelta eingesetzten Bagger führten das Team von Prime Drilling auf die richtige Spur. Die Bohranlage wurde, ähnlich den nigerianischen „Sumpfbaggern“, mit einem Schwimmkörper versehen. Mit Hilfe dieses Pontons sollte das Einsinken der jetzt nahezu selbstschwimmenden Anlage, verhindert werden. Zugleich war die Maschine vor Ort beweglich und nicht mehr auf die Unterstützung einer zusätzlichen Barge angewiesen. Der benötigte Ponton besteht aus zwei großen hohlen Blechkörpern, die mittels einer Verstrebung fest miteinander verbunden sind. Die einzelnen Glieder der Raupenkette, die den Potonkörper umspannen, sind ebenfalls aus kleinen Hohlkörpern angefertigt und sichern nicht nur die Beweglichkeit der Maschine, sondern erhöhen zusätzlich deren Auftrieb. Der Bodendruck dieser neuartigen, fast amphibischen Bohranlage, konnte von 4,7 kn/m² auf 2,0 kn/m² herabgesenkt werden.

 

 

Die einzigartige Anlage ist für das Unternehmen Prime Drilling, den Kunden Fenog und die umfangreichen Pipeline-Projekte in den Sümpfen Nigerias ein großer Erfolg. Dank dieser revolutionären Innovation dürfte sich das Verlegen der sich über tausende von Kilometern hinziehenden Pipelines im Nigerdelta zukünftig schneller, leichter und günstiger gestalten.

 

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